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Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2011 14 750x500

Heute zählt der Concorso d'Eleganza Villa d'Este zu den exklusivsten und traditionsreichsten Veranstaltungen der Welt für historische Autos und Motorräder. Erstmals inszeniert im Norden…

Heute zählt der Concorso d'Eleganza Villa d'Este zu den exklusivsten und traditionsreichsten Veranstaltungen der Welt für historische Autos und Motorräder. Die 1929 erstmals in der norditalienischen Stadt Cernobbio inszenierte Coppa d'Oro Villa d'Este - wie sie damals genannt wurde - war ein Schaufenster für neue Produkte aus der Automobilbranche. Jetzt blickt das gehobene Classic Weekend auf eine abwechslungsreiche Geschichte von 86 Jahren zurück. 1999 übernahm die BMW Group die Schirmherrschaft der Veranstaltung und seit 2005 veranstaltet die BMW Group Classic gemeinsam mit dem Luxushotel Villa d'Este diese hochkarätige Raritätenausstellung.

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Die Faszination eines außergewöhnlichen Jahrzehnts.

Das Motto der dreitägigen Veranstaltung in Norditalien lautet „Seventies Style - The Jet Set is back“. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Wochenende, mit Fahrzeugklassen zum Thema und einer Ausstellung auf dem Gelände der Villa Erba Als Samstagabend fand ebenfalls die Veranstaltung im Pavillon der Villa Erba unter dieser Überschrift statt. Neben frühen Superbikes aus den siebziger Jahren, zu denen japanische Serienmodelle und europäische Raritäten gehören, werden auch zahlreiche ungewöhnliche Beispiele des klassischen Mini aus den siebziger Jahren ausgestellt. Darüber hinaus zeigt eine Ausstellung ganz im Geiste dieser Ära die fünf einzigartigen Modelle aus der BMW Art Cars Collection, die sie hervorgebracht hat. Besucher des Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2015 erleben drei Tage unter dem Banner eines Jahrzehnts sozialer Umwälzungen, die auch für BMW den Beginn der Moderne kennzeichneten.

Die Umstrukturierung des Unternehmens und seines Produktportfolios durch BMW in den 1970er Jahren brachte den Auto- und Motorradhersteller in die Moderne und ebnete den Weg für dauerhaften internationalen Erfolg. Am Anfang stand die 1972 erstmals vorgestellte BMW 5er Modellreihe, drei Jahre später die BMW 3er Reihe. Nur ein Jahr später wurde der BMW 6er auf den Markt gebracht, und der BMW 7er kam 1977 auf den Markt. Viele Innovationen aus dieser Zeit prägen bis heute das Image von BMW, von den Modellbezeichnungen bis zu den typischen Designmerkmalen der Marke.

Herrliche Tradition, faszinierende Zukunft.

Der traditionelle Schwerpunkt der Veranstaltung am Comer See liegt auf dem Schönheitswettbewerb, bei dem ausgewählte historische Automobile mit einer faszinierenden Geschichte in verschiedenen Kategorien gegeneinander antreten, dem Concorso di Motociclette für klassische Motorräder sowie den zukunftsweisenden Konzeptautos und Prototypen. Diese ungewöhnliche Mischung vor einer stilvollen Kulisse macht den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus und unterstreicht gleichzeitig die anhaltende Faszination historischer Fahrzeuge auf zwei und vier Rädern. Unter dem diesjährigen Motto „Seventies Style - The Jet Set is back“treffen sich vom 22. bis 24. Mai 2015 Automobilfans aus aller Welt in Cernobbio und auf dem herrlichen Gelände des Luxushotels Villa d'Este und der benachbarten Villa Erba. Lassen Sie sich nicht nur von der verführerischen Vergangenheit, sondern auch von der Zukunft der Mobilität mitreißen. Neben zahlreichen historischen Modellen wird die BMW Group auch mit zwei sensationellen Exponaten aus dem Bereich der Konzeptfahrzeuge vertreten sein.

Zu den Highlights der diesjährigen historischen Autos gehören:

Pegaso Z-102 Berlineta Cupula

In den 1950er Jahren hatte dieses zweisitzige Coupé den Spitznamen „Spanischer Ferrari“. Unter seiner gestreckten Motorhaube befand sich ein 2, 5-Liter-V8-Motor mit 165 PS, der das Auto auf eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km / h brachte. Was an diesem Auto ungewöhnlich war, war seine minimale Auflage: Der Nutzfahrzeughersteller Enesa baute nur 90 Einheiten. Das in Cernobbio ausgestellte Modell wurde 1953 auf der World Motor Show im New Yorker Madison Square Garden vorgestellt, bevor es in den Besitz des damaligen Präsidenten der Dominikanischen Republik, Hector Bienvenido Trujilio Molina, überging. Das Fahrzeug ist seit 1975 Teil der Black Hawk Collection in Kalifornien.

Maserati 60/61 "Vogelkäfig"

Nur 22 Exemplare dieses spektakulären Rennfahrers wurden zwischen 1959 und 1961 gebaut - exklusiv für Kunden. Maserati hat es nie als Werksauto auf der Rennstrecke eingesetzt. Der als Rennprototyp entwickelte Maserati dominierte Anfang der 1960er Jahre die Rennszene, vor allem in den USA. Der Maserati Tipo 61 triumphierte zweimal beim 1.000 Kilometer langen Rennen auf dem Nürburgring. Sein Spitzname „Birdcage“leitet sich von seinem ungewöhnlichen, aufwendig konstruierten röhrenförmigen Raumrahmen ab, der von Giulio Alfieri entworfen wurde. Es wog nur 30 Kilogramm und bestand aus über 200 dünnen Stahlrohren, die eine ähnliche Steifigkeit wie weitaus teurere Monocoques aufwiesen. Der Maserati Tipo 61 „Birdcage“wog 600 Kilo und wurde von einem Reihenvierzylinder angetrieben, der sich unter seine extrem flache Motorhaube schmiegte und 250 PS leistete, um das Auto auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwas mehr als 300 km / h zu bringen ( 186 Meilen pro Stunde).

Panther Sechs

Nur zwei Einheiten des Panther 6 erblickten das Licht der Welt. Das Fahrzeug wurde 1976 fast im Alleingang von Robert Jankel, dem Besitzer der kleinen britischen Autofirma Panther, gebaut. Das Zweisitzer-Cabrio fährt auf sechs Rädern. Vier kleine Räder mit 205/40 VR13-Reifen sind an den beiden gesteuerten Vorderachsen montiert, während die Hinterachse zwei erheblich größere Räder hat. Es war in jeder Hinsicht ein ungewöhnliches Fahrzeug und stützte sich auf das Konstruktionsprinzip des Tyrrell P34, das bei seinem Debüt in der Formel-1-Weltmeisterschaft 1976 für Aufsehen sorgte und es auf ein Straßenauto anwendete. Der Panther 6 wurde von einem 8, 2-Liter-Achtzylinder-Cadillac-Motor mit zwei Turboladern angetrieben, der über der Hinterachse montiert war. Die offiziellen Zahlen: Spitzenleistung: 600 PS, Höchstgeschwindigkeit: ca. 320 km / h.

Rolls-Royce Phantom IV

Anlässlich des Jubiläums von „90 Jahre Rolls-Royce Phantom“bietet der diesjährige Concorso d'Eleganza Villa d'Este eine Rolls-Royce Phantom 1-6 Concours-Klasse, die sogenannte „Phantom Story“. Eines der absoluten Juwelen dieser Klasse ist der Rolls-Royce Phantom IV - ohne Zweifel das exklusivste Fahrzeug, das Rolls-Royce jemals gebaut hat. Zwischen 1950 und 1956 wurden lediglich 18 Beispiele für eine Kundenliste erstellt, die sich aus Königen, Adligen und Staatsoberhäuptern zusammensetzte. Davon haben 16 überlebt. Am Comer See ist das Modell zu sehen, das Königin Elizabeth 1954 für ihre Schwester Margaret bestellte, die sehr daran interessiert war, das Steuer selbst zu übernehmen.

Es hat eine Landaulet-Karosserie und verfügt ungewöhnlich über ein Automatikgetriebe. Es gehörte mehr als 30 Jahre lang der britischen Königsfamilie.

Die Kategorien

Die beim Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2015 für Auszeichnungen nominierten historischen Fahrzeuge sind in neun Klassen für Autos und fünf für Motorräder unterteilt. Diese Kategorien bieten einen Überblick über die außergewöhnliche Vielfalt der am Comer See präsentierten Raritäten auf vier und zwei Rädern. Die historischen Automobile sind in folgende Gruppen unterteilt:

Klasse A: „Flamboyance in Motion“- Luxus aus der Vorkriegszeit

Klasse B: „Antidepressiva“- Sportwagen aus der Vorkriegszeit, die der Weltwirtschaftskrise trotzen

Klasse C: „Phantom Story“- Das Rolls-Royce-Phantom im Wandel der Zeit

Klasse D: „Maßgeschneidert“- Die endgültige Blüte des im Reisebus gebauten Coupés

Klasse E: „Gentleman's Racers“ - Geschwindigkeit trifft auf Nachkriegsstil

Klasse F: „Hollywood am See“- Cabrios für einen großen Auftritt in der Villa d'Este

Klasse G: „GT Man ist angekommen“- Interpretationen von Opulenz

Klasse H: „Wie schnell ist schnell genug?“- Supersportwagen mit Mittel- und Heckmotor aus der Disco-Ära

Klasse I: „Zwei Sitze gegen die Stoppuhr“- Klassische Sportrennfahrer

Der Concorso di Motociclette - mehr als nur ein Wettbewerb für Zweiräder.

Der Concorso di Motociclette ist seit 2011 Teil des Programms Concorso d'Eleganza Villa d'Este. Eine Sonderausstellung im Park der Villa Erba ist der Isle of Man Tourist Trophy gewidmet. Das älteste Motorradrennen der Welt findet auf dem Snaefell Mountain Course statt. Mit einer Länge von etwas mehr als 60 Kilometern ist dieser Kurs bei den gnadenlosen Herausforderungen, die er an Mensch und Maschine stellt, unübertroffen. Die Route benutzt öffentliche Straßen auf der Insel, die während des Trainings und Rennens für den Verkehr gesperrt sind. Die schnellsten Motorräder der TT erreichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas mehr als 210 km / h - rund 50 km / h mehr als auf modernen Grand-Prix-Motorradstrecken. In Cernobbio können die originalen Siegerräder aus den Jahren 1939, 1954, 1964 und 2014 - aus Deutschland, Großbritannien und Japan - bewundert werden.

Zwei weitere historische Motorräder, die näher betrachtet werden sollten:

Motobécane SSC Gran Sport

Dieses 500-cm3-Einzylinder-Fahrrad mit Vierventil-Technologie stammt aus dem Jahr 1934 und ist das Zeichenbrett des bekannten französischen Grafikdesigners Geo Ham. Das Art-Deco-Design ist ebenso auffällig wie ungewöhnlich. Georges Hamel, um ihm seinen vollen Namen zu geben, gilt als einer der bekanntesten französischen Künstler im Bereich Autos, Motorräder und Motorsport. Zu seinen Entwürfen gehört eine Art-Deco-Karosserie für Figoni & Falaschi, die auf einem Delahaye 135 montiert war. Das Auto wurde 1936 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt und vom Aga Khan erworben.

Puch Typ N.

Aus den Anfangsjahren der 1899 gegründeten Puch-Werke (Fahrräder, Motoren, Motorräder, Autos) mit Sitz in Graz, Österreich, sind nur noch sehr wenige Fahrzeuge übrig. Das in Cernobbio ausgestellte Modell ist ein Motorrad aus dem Jahr 1912, dessen Lackierung und Ausstattung verspielte Details aufweisen. Firmengründer Johann Puch ging 1912 in den Ruhestand und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Im Jahr 1914 beschäftigte das Werk 100 Mitarbeiter und hatte eine jährliche Wahlbeteiligung von 16.000 Fahrrädern, 300 Motorrädern und 300 Autos. 1928 fusionierte es mit der Österreichischen Daimler-Motoren AG zur Austro-Daimler-Puchwerke AG. Eine neuere Fusion mit der Steyr-Werke AG führte zur Steyr-Daimler-Puch AG. In den 1990er Jahren wurden verschiedene Produktionssektoren stillgelegt oder weiterverkauft. Der Rest des Unternehmens wurde 1998 von der Magna Holding AG übernommen.

Die historischen Motorräder des Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2015 werden in folgenden Kategorien präsentiert:

Klasse A: „Das Establishment“- Die ersten zwei Jahrzehnte

Klasse B: "Gentleman's Ride" - Der Luxus der dreißiger Jahre

Klasse C: „Experimente in den fünfziger Jahren“- Jenseits des Mainstreams

Klasse D: „Wahl des Kenners“- Extravaganz auf zwei Rädern

Klasse E: „Die Helden“- Der große Fahrradboom der siebziger Jahre

Mobile Raritäten - ob historische Klassiker, Designstudien oder Prototypen aus verschiedenen Jahrzehnten - werden häufig als „Kunstwerke auf Rädern“bezeichnet. In diesem Jahr hat das Epitheton in Cernobbio eine doppelte Bedeutung. Getreu dem Motto des Classic Weekend wird der Glamour der siebziger Jahre am Comer See nicht zuletzt durch eine Sonderausstellung in der Rotunde in der Villa Erba wiederbelebt. Es präsentiert vier BMW Art Cars aus den 1970er Jahren sowie das neueste Beispiel der Kollektion. Sie erhielten von Künstlern der damaligen Zeit wie Alexander Calder, Frank Stella, Roy Lichtenstein und Andy Warhol ein neues Außendesign, um zu automobilen Kunstwerken zu werden. 2010 produzierte Jeff Koons das neueste Modell der Serie. Ursprünglich auf BMW Rennwagen beschränkt, wurde dieses Programm später auf Serienmodelle ausgeweitet - und die Art Car Collection war geboren. Produkte fortschrittlicher Technologie forderten die kreativen Kräfte weltberühmter Künstler heraus. Die BMW Art Cars spiegeln die Kunst und Kultur ihrer Zeit wider. Sie sind ebenso vorbildlich wie einzigartig.

Veranstaltungsprogramm: